In den meisten Kosmogonien gibt es eine grundlegende Trennung: Chaos auf der einen Seite, Ordnung auf der anderen; das Göttliche hier, das Menschliche dort; die Natur als Kulisse und die Menschheit als Subjekt. Sibirische Mythen funktionieren anders: Sie lehnen diese Trennung ab.
Für heutige Leser ist diese Logik erstaunlich vertraut. Sie ähnelt dem, was Ökologie, Verhaltensbiologie und sogar einige neuere Philosophien in den letzten Jahrzehnten zu formulieren versucht haben. Die sibirischen Völker kannten unsere Konzepte nicht, aber sie hatten unsere Intuitionen – und das schon viel länger.
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